Halle-Silberhöhe

Robert Schlotter

Gewicht 650 g
Größe 230 × 210 × 15 mm
Cover

Hardcover

binding

Fadenheftung

printing

Offset

coverage

80 Seiten mit 35 duotone plates

additional authors

mit einem Text von Alexander Kriwat

language

Deutsch

ISBN

ISBN 978-3-89812-663-2

Publisher

erschienen bei MDV, Halle (Saale)

year

2009

20,00 

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Weight: 650g

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Zwischen 1979 und 1989 wurde im Süden der Stadt Halle (Saale) der neue Stadtteil Halle-Silberhöhe in Plattenbauweise errichtet. Auf einem Areal von rund 200ha wurden ca. 15.000 Wohnungen für etwa 39.000 Menschen erbaut. Notwendig geworden war diese städtebauliche Maßnahme, unter anderem durch einen zusätzlichen Arbeitskräftebedarf in den naheliegenden Leuna-Werken und den Chemischen Werken Buna. Halle-Silberhöhe wurde nicht im Sinne einer sozialistischen Idealstadt erbaut, sondern folgte einzig dem Ziel der Wohnraumschaffung.
Bis 1989 bestand ein hohes Maß an sozialer Durchmischung in Halle- Silberhöhe. Nach 1989 kam es zu starken Veränderungen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Arbeitslosigkeit, soziale Entmischung und Leerstand waren zu beobachten und vor allem junge Menschen verließen die Silberhöhe. Seit Mitte der neunziger Jahre verlor der Stadtteil mehr als die Hälfte seiner Einwohner. Bis 2004 stieg das Durchschnittsalter um zehn Jahre. Aufgrund der drastischen Leerstandszahlen wurde Halle-Silberhöhe teils punktuell, teils flächig zurückgebaut. Die entstehenden Brachen sollen weitestgehend aufgeforstet werden.
Robert Schlotter dokumentierte zwischen 2005 und 2007 Architektur, Straßenzüge und Veränderungsprozesse in der Silberhöhe und portraitierte Anwohner und Passanten.

 

“In der DDR wurden planmäßig Neubausiedlungen errichtet, die neben der Schaffung von Wohnraum zugleich eine sozialistische Alternative zu den „bürgerlichen“ Altstädten bieten sollten. Was damals – auch wegen der sauberen Fernwärme und des fließend-heißen Wassers – begehrt war, ist heute oftmals zur problembeladenen Randzone verkommen. Eine davon ist die Silberhöhe in Halle (Saale). Robert Schlotter hat zwischen 2005 und 2007 die Silberhöhe besucht, Straßenzüge abgelichtet und Portraits ihrer Bewohner gefertigt. Das Schwarzweiß seiner Fotos verstärkt die bauliche Trostlosigkeit der Plattenbauten, geradezu konträr dazu stehen die Menschen, die hier wohnen. In ihren Blicken – hier nähert sich Schlotter der Halleserie von Helga Paris – ist der Wille zum Beharren spürbar. Silberhöhe, das ist vielen auch Heimat geworden.” – MDV, Halle (Saale)