Dear Clark,
Sara-Lena Maierhofer
| Gewicht | 900 g |
|---|---|
| Größe | 190 × 240 mm |
| Auflage | Auflage 500 Exemplare |
| Cover | Hardcover |
| coverage | 132 Seiten |
| Gestaltung | Design: Sven Lindhorst-Emme |
| additional authors | mit einem Text von Natasha Christia |
| language | Englisch / Deutsch |
| Verlag | Veröffentlicht von DRITTEL BOOKS |
| ISBN | ISBN 978-3-9815735-7-2 |
Weight: 900g
Vorrätig
Christian Karl, ein eher unscheinbarer, kaum beeindruckender Mann. Die Namen, die er sich gab, waren schöner, klangvoller: Christopher Crowe, Clark Rockefeller. Er schuf seine eigene Realität, und alle fielen darauf herein. Mit jedem neuen Namen ließ er sein früheres Leben hinter sich. Als hätte es nie existiert. Fast spurlos.
Die Vergangenheit auslöschen, eine neue Identität erschaffen, jemand anderes werden; nicht irgendwer, sondern ein Rockefeller. Das alte, längst vergrabene Ich war einst Christian Karl Gerhartsreiter aus Bayern. Doch er verschwand vor langer Zeit auf einer Reise von Deutschland in die USA. Seine Initialen gingen in einer Reihe angenommener Namen verloren; seine Haut nahm eine Handvoll Decknamen an, alle mit einem pompösen und luxuriösen Lebensstil. 2008, nach drei Jahrzehnten falscher Identitäten, brach die Lüge zusammen und mit ihr der Mann. Christian Karl Gerhartsreiter, alias Christopher Crowe, Clark Rockefeller, um nur einige zu nennen; für viele ein Betrüger, ein Schwindler, ein Gauner; für andere ein begabter Geschichtenerzähler, ein Mann mit geschliffenem Akzent, der es wagte, zu sein, was immer er wollte.
Sara-Lena Maierhofer entdeckte Clark 2008 in einem Zeitungsartikel. Fasziniert von dem Mann mit den vielen Gesichtern, beschloss sie, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Nachdem Clark ein Treffen verweigerte, beschloss sie, ihn aus der Ferne zu beobachten und anhand der vorhandenen forensischen Beweise – Zeitungsausschnitte, Fotos, sogar Clarks frühkindliche Zeichnungen und ihre Briefe an ihn – ihre eigene kriminalistische Untersuchung durchzuführen. Doch Maierhofer wollte noch mehr. Um die vielen Schichten seiner Lügen zu durchdringen und zum Kern seiner Persönlichkeit vorzudringen, wählte sie den Weg der Fiktion und folgte Clarks Beispiel. Sie imaginierte ihn in einer Welt der Klone und Doppelgänger, einer Welt, in der die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge angesichts der starren Grenzen des Bildes verschwimmen.








